ÜBER UNS

Die Beobachtungsstelle für nachhaltigen Tourismus in Südtirol

 

Was man nicht messen kann, kann man nicht lenken.
(Peter Drucker)

Die Beobachtungsstelle für nachhaltigen Tourismus in Südtirol (STOST) gehört zum Internationalen Netzwerk der Beobachtungsstellen für Nachhaltigen Tourismus (INSTO) der Welttourismusorganisation (UNWTO), einem Netzwerk aus Organisationen zur Beobachtung der wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Auswirkungen des Tourismus auf regionaler Ebene. Die Initiative basiert auf dem langjährigen Engagement der UNWTO für nachhaltiges und resilientes Wachstum der Branche durch Messung und Monitoring, mit dem Ziel, faktengestütztes Tourismusmanagement zu unterstützen.

Die STOST begann ihre Tätigkeit Anfang 2018, als dem INSTO-Netzwerk ein vorläufiger Bericht vorgelegt wurde. Am 22. Oktober 2018, während des globalen INSTO-Meetings, wurde Südtirol offiziell Teil der Initiative des UNWTO-INSTO Netzwerks. Die Einbeziehung von STOST in dieses globale Netzwerk spielt eine wichtige Rolle für die Gestaltung und Überwachung einer nachhaltigen Entwicklung des Tourismus in der Region. Durch die Mitgliedschaft einer italienischen Destination im INSTO Netzwerk engagiert sich Südtirol außerdem auch für einen Beitrag zur Verbesserung der Beobachtung der Nachhaltigkeit auf nationaler Ebene.

Vision

Durch eine branchenübergreifende und alle Reiseziele umfassende Zusammenarbeit, wie auch durch neue Monitoring- und Kommunikationsmodelle, versucht die STOST an der Schaffung eines lebenswerten sozial-ökologischen Lebensraums für die zukünftigen Generationen Südtirols und der Gäste im Gebiet beizutragen.

Mission

Die STOST beobachtet, beurteilt und kommuniziert die Entwicklungen des Sudtiroler Tourismus. Sie untersucht Nutzen und Kosten des Tourismus für Südtirol und gibt Empfehlungen und Leitlinien für die Politik zur Forderung eines nachhaltigen Tourismusmanagements.

Ziele

Das Südtiroler Observatorium ist bemüht, über die Entwicklungen auf dem Laufenden zu bleiben und die aktuellsten Daten zu verarbeiten. Die Beobachtungsstelle will als Think Tank dienen, das Bewusstsein für nachhaltigen Tourismus fördern und den Lernprozess erleichtern. Ziel ist es, Erkenntnisse für Entscheidungsträger zu liefern und gleichzeitig die Kommunikation, Kooperation und Vernetzung zu erleichtern. Dies dient auch der Vertrauensbildung.

Südtirol

Über Südtirol

 

Südtirol ist eine italienische autonome Provinz, die zusammen mit der benachbarten autonomen Provinz Trient die Region Trentino-Südtirol bildet und im nördlichen Teil der italienischen Alpen an der Grenze zu Österreich und der Schweiz liegt. Die Provinz hat eine Fläche von 7.400 Quadratkilometern mit einer Bevölkerung von über 530.000 Einwohnern. Die Hauptstadt ist Bozen, mit etwa 100.000 Einwohnern. Darüber hinaus gibt es einige weitere Kleinstädte mit über 20.000 Einwohnern (Meran, Brixen und Bruneck).

Südtirol ist offiziell eine dreisprachige Region, in der Deutsch, Italienisch und Ladinisch gesprochen wird. Das 1972 in Kraft getretene Sonderstatut enthält konkrete Maßnahmen zum Schutz der deutsch- und ladinischsprachigen Minderheiten, wie etwa den Erhalt und die Förderung deutscher und ladinischer Schulen, Radio- und Fernsehsendungen in den Sprachen der Minderheiten sowie Verwaltungs- und Gesetzgebungsbefugnisse. Die Geomorphologie des Gebiets ist durch Berge und Täler geprägt. Südtirol ist bekannt für seine Berggebiete und natürlichen Landschaften, die rund 90 Prozent des Landes bedecken. Ein Viertel der Fläche Südtirols (25 Prozent) ist Schutzgebiet1 Morello, Oggiano, 2015 . Dazu gehören jene Schutzgebiete, die einen Teil des Kerngebiets des berühmten Weltnaturerbes der Dolomiten bilden, die im Jahr 2009 aufgrund ihrer landschaftlichen Schönheit und ihrer geologischen und geomorphologischen Bedeutung für die Wissenschaft zum UNESCO-Weltnaturerbe erklärt wurden.

Eurac Research

 

Eurac Research, 1992 in Bozen gegründet, ist ein privates Forschungszentrum in Südtirol. Mehr als 400 Forscher arbeiten an unterschiedlichsten Themen, die unmittelbar in das Leben der Menschen hineinreichen. Ihr Ziel ist es, einen Beitrag zu einer gesunden Gesellschaft, zu lebenswerten Regionen sowie zu einem angemessenen Umgang mit sozialer, kultureller und ökologischer Vielfalt zu leisten. Ausgehend von lokalen Themen entwickeln die Forscherinnen und Forscher von Eurac Research Lösungen, die auch in globalem Kontext relevant sind.

Das Center for Advanced Studies

 

Am Center for Advaced Studies von Eurac Research arbeiten Wirtschaftswissenschaftler, Politikwissenschaftlerinnen, Soziologen, Volkswirtschaftler, Designerinnen, Philosophen und Geographinnen. Die Forscherinnen und Forscher beschäftigen sich intensiv mit den Herausforderungen unserer Zeit und setzen Fragen von regionaler Relevanz mit globalen Entwicklungen in Verbindung. Das Center will Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft Denkanstöße geben und sie dabei unterstützen, angemessen auf Zukunftsentwicklungen zu reagieren und geeignete Maßnahmen zu setzen.

Ziele

Teil eines weltumspannenden Netzwerks: Die UNWTO

 

Das internationale Netzwerk der Beobachtungsstellen für nachhaltigen Tourismus (INSTO) der Welttourismusorganisation (UNWTO) wurde 2004 mit dem Ziel gegründet, Nachhaltigkeit und Resilienz im Tourismussektor zu fördern und zu verbessern. Die systematische, zeitnahe und regelmäßige Beobachtung und Analyse der touristischen Angebote, der Entwicklungen und der Einflusse des Tourismus sind notwendig, um die destinationenübergreifende Ressourcennutzung besser zu verstehen und ein verantwortungsbewusstes Management des Tourismus zu fördern.

Bereits über 30 Beobachtungsstellen haben sich dem INSTO-Netzwerk angeschlossen: Neun Beobachtungsstellen gibt es in China, fünf in Indonesien. Mexiko, Brasilien, die Vereinigten Staaten, Neuseeland, Panama, Guatemala, Argentinien, Australien und Kanada verfügen über jeweils ein Observatorium. Auch in Europa arbeiten mittlerweile sieben Observatorien: drei in Portugal und je eines in Griechenland, Kroatien und Spanien. Seit 2018 gibt es auch in Italien eine Beobachtungsstelle, nämlich jene in Südtirol.

Die Observatorien befassen sich mit der umfassenden Messung der Auswirkungen des Tourismus und liefern den Interessenvertretern aktuelle und zuverlässige Erkenntnisse für bessere Entscheidungsprozesse auf lokaler Ebene.

Die Erhebungen der Beobachtungsstellen weltweit konzentrieren sich auf neun obligatorische Themenbereiche: Saisonalität, Beschäftigung, wirtschaftliche Vorteile für die Destination, Governance, Bevölkerungs- und Besucherzufriedenheit, auf Energiewirtschaft, Wasserwirtschaft sowie Abwasser– und Abfallwirtschaft. Da jedes Observatorium in seiner Struktur und seinen Schwerpunkten Unterschiede aufweist, können zusätzliche Forschungsinteressen ausgewählt werden. Im Falle Südtirols sind dies die Mobilität, der Naturschutz sowie die Flächennutzung und Landschaftsvielfalt.

Team

Harald Pechlaner

Scientific Director

Anna Scuttari

Project Manager

Andreas Dibiasi

Andreas Dibiasi

Post-Doc Researcher

Valeria Ferraretto, Junior Researcher

Valeria Ferraretto

Junior Researcher

Giulia Isetti

Senior Researcher

Greta Erschbamer

Greta Erschbamer

Researcher

Daria Habicher

Daria Habicher

Researcher

Michael de Rachewiltz

Michael de Rachewiltz

Ph.D. Student

Felix Windegger INSTO

Felix Windegger

Trainee

Valeria von Miller INSTO Südtirol

Valeria von Miller

Communication Manager

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