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THEMENBEREICH

Naturschutz

Naturschutzgebiete garantieren eine größere Sensibilität für die Umwelt und damit auch umweltfreundlichere Formen des Tourismus.

Naturnaher Tourismus in Destinationen wie Südtirol ist stark vom Angebot verschiedener Erholungs- und Freizeitmöglichkeiten in der Natur abhängig und trägt seinerseits aber auch zur Steigerung der Attraktivität und Qualität des Reiseziels bei1siehe Scuttari, Isetti, Habicher, 2019. In diesem Kontext kann Tourismus, je nach Intensität, Konzentration der nach dem Verhalten der Besucher vor Ort, entweder eine Gefahr für die Umwelt darstellen oder einen Impuls zur positiven Veränderung geben.

In der Tat kann Tourismus, da er auf der Freude und dem Interesse an der natürlichen und kulturellen Umwelt basiert, eine treibende Kraft für den Naturschutz sein. Durch seine ausgedehnten Vertriebskanäle kann Tourismus eine positive Rolle bei Bewusstseinsbildung und Aufklärung der Verbraucher spielen und einen wirtschaftlichen Anreiz zum Schutz von Lebensräumen bieten, die andernfalls für eine weniger umweltfreundliche Flächennutzung umgewidmet werden könnten2UNWTO, 2004. Auf der anderen Seite stellt Tourismus möglicherweise auch einen Belastungsfaktor für bestimmte empfindliche Umgebungen dar.

Um den Konflikt zwischen Tourismus und Naturschutz besser zu beleuchten, beobachtet und analysiert die STOST, inwieweit Naturgebiete geschützt sind. Wie auch im Themenfeld der Flächennutzung und Landschaftsvielfalt erläutert, sind die Auswirkungen der menschlichen Aktivitäten auf den Naturschutz vielfältig. Bei differenzierter Betrachtung dieser Aktivitäten ist es nicht immer einfach, den tatsächlichen Einfluss des Tourismus herauszufiltern.

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Michael de Rachewiltz

Michael de Rachewiltz

Ph.D. Student

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